21.04.2016

Zulassungsbeschränkung zum Referendariat: Schaden für unsere Bildungslandschaft

Bayern muss den Weg hin zu kleineren Klassen mit mehr Lehrern, hin zur Ganztagsschule und hin zur erfolgreichen Integration und Inklusion gehen. Dieses Gesetz missachtet alle Herausforderungen und schadet einem gestärkten Bildungswesen.

Mit der gestrigen Abstimmung im Bayerischen Landtag kann die Staatsregierung im Freistaat eine Zulassungsbeschränkung zum Referendariat für das Lehramt erlassen. Wird dieses Instrument angewendet, müssen Studenten nach ihrem Abschluss bis zu drei Jahre warten, bis sie die zweite Phase ihrer Ausbildung antreten dürfen. Die JUNGEN FREIEN WÄHLER (JFW) Bayern sprechen sich nach wie vor gegen dieses Vorgehen aus. „Dieses Gesetz eignet sich in keinster Weise zur Steuerung der Studierendenzahlen für die jeweiligen Fächerkombinationen und verkennt die aktuellen und künftigen Herausforderungen in unserem Bildungssystem", sagt bildungspolitischer Sprecher Sven Baumeister.

Sinnvoller wäre es, die Studien- und Berufsberatungen auszubauen und den angehenden Studenten somit ein breites Beratungsspektrum anzubieten. Damit würden sie sich entsprechend ihrer Fähigkeiten für den richtigen Weg entscheiden. Außerdem ließ die CSU die Frage unbeantwortet, wie die Studenten diese Wartezeit finanziell und inhaltlich überbrücken sollen.

„Bayern muss den Weg hin zu kleineren Klassen mit mehr Lehrern, hin zur Ganztagsschule und hin zur erfolgreichen Integration und Inklusion gehen. Dieses Gesetz missachtet alle Herausforderungen und schadet einem gestärkten Bildungswesen“, erklärt Sven Baumeister weiter. Besonders beschämend sei dabei, dass Kultusminister Spaenle der Abstimmung gänzlich fern geblieben ist und sich damit auch nicht der Diskussion im Plenum stellte. „Die CSU tritt damit die engagierte Studentenschaft und unser Bildungssystem mit den Füßen!“, sagt Baumeister. Die JUNGEN FREIEN WÄHLER Bayern stehen weiter an der Seite der Studenten, der Referendare und der Schulen, die eine zukunftsweisendere Form der Bildungspolitik brauchen.