Foto (bearbeitet): Jorge Jaramillo, Paris, 17.10.2026, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

27.10.2026
Junge Freie Wähler: Sorgen der jungen Generation ernst nehmen, Lösungen gemeinsam erarbeiten

München, 27. Oktober 2026. Die Jungen Freien Wähler Bayern (JFW) nehmen die Anliegen der jungen Menschen ernst, die für den 31. Oktober zu Protesten aufrufen, und werben dafür, gemeinsam konstruktive Lösungen zu erarbeiten. Unter dem Motto „Gen Z regelt“ sind am Freitag Demonstrationen in mehr als 20 deutschen Städten angekündigt, auch in München. Es geht um marode Schulen, steigende Lebenshaltungskosten und die Wehrpflicht. Vorbild ist Frankreich: Dort hatten Schülerinnen und Schüler Ende September begonnen, für bessere Schulen auf die Straße zu gehen, nach und nach schlossen sich weitere Gruppen an. Bei einem landesweiten Protesttag am 17. Oktober kam es in Paris und anderen Städten zu schweren Ausschreitungen mit brennenden Autos, Plünderungen und zahlreichen Festnahmen.

Für die JFW steht fest: Die Sorgen sind echt. Marode Schulen, hohe Preise und Wohnungsnot beschäftigen Jugendliche und junge Erwachsene auch in Bayern, und wer sich für seine Interessen starkmacht, handelt legitim und verdient Gehör statt pauschaler Verdächtigungen. „Auch wir wollen mehr Investitionen in Bildung, Gesundheit und Klimaschutz. Vandalismus, Gewalt und Attacken auf Einsatzkräfte dürfen aber kein Mittel sein, um politische Forderungen in die Schlagzeilen zu bringen. Wir JFW stehen für Dialog, Zusammenarbeit und politisches Engagement“, sagt Elias Braun von den Jungen Freien Wählern Bayern.

Die JFW lehnen jede Form von Extremismus, Zerstörung und Gewalt ab, ganz gleich, von welcher Seite sie ausgeht. Anlass zur Wachsamkeit gibt es: Nach Angaben des Verfassungsschutzes Nordrhein-Westfalen mobilisieren auch Linksextremisten und auslandsbezogene Extremisten für den Protesttag, im Netz kursieren Aufrufe, die sich Zustände wie in Frankreich herbeiwünschen. Die Veranstalter selbst distanzieren sich ausdrücklich von Gewalt, konkrete Hinweise auf Krawalle liegen der Polizei in Nordrhein-Westfalen bislang nicht vor. Die JFW appellieren an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, sich nicht vereinnahmen zu lassen und ihren Protest friedlich auf die Straße zu tragen.

Wie konstruktive Antworten aussehen können, zeigt das Thema Wohnen. Am 17. Oktober, dem Tag der Ausschreitungen in Paris, hat die Landesversammlung der FREIEN WÄHLER Bayern in Günzburg die Resolution „Eigentum ermöglichen statt Hürden aufbauen“ beschlossen. Ziel ist, die Wohneigentumsquote in Deutschland innerhalb von zehn Jahren von zuletzt 41,9 Prozent der Haushalte auf mindestens 50 Prozent zu steigern. Kein Land der Europäischen Union hat einen höheren Mieteranteil als Deutschland, und gerade junge Menschen kommen in gefragten Lagen kaum noch zum Zug. Die Resolution fordert deshalb, den Ersterwerb eines selbstgenutzten Eigenheims vollständig von der Grunderwerbsteuer zu befreien, einen staatlich unterstützten Baukredit mit festem Zinssatz von rund zwei Prozent einzuführen, der auch für Bestandsimmobilien gilt, und das Bauen durch den Gebäudetyp E, den Abbau unnötiger Standards sowie digitale Genehmigungsverfahren günstiger und schneller zu machen.

„Wer etwas nachhaltig verändern will, braucht einen langen Atem und Mitstreiter“, sagt JFW-Landesvorsitzende Maria Horn-Hörtrich. „Eine Demonstration kann ein Anfang sein, verändert wird aber dort, wo Entscheidungen fallen: im Gemeinderat, im Kreistag, im Landtag. Deshalb laden wir alle jungen Menschen, die mitreden wollen, ein, sich in einer demokratischen Partei einzubringen, sehr gern auch bei uns.“

Unter dem Motto „Mitmischen statt aufmischen“ ermutigen die JFW junge Menschen, sich für ihre Interessen starkzumachen, ob in der Schülermitverantwortung, im Verein, in der Kommunalpolitik oder in einer Partei: friedlich, konstruktiv und mit langem Atem.

Über die Jungen Freien Wähler Bayern

Die Jungen Freien Wähler Bayern sind die Jugendorganisation der FREIEN WÄHLER Bayern und bieten jungen Menschen in ganz Bayern die Möglichkeit, sich politisch zu engagieren. Landesvorsitzende ist Maria Horn-Hörtrich.